Für Sie persönlich

Für Sie persönlich,

Pfarrer FeldhäuserIm Monatsspruch für den Juli - lange vor Corona ausgesucht - heißt es:"Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: "Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir."(1.Kön. 19,7)

Das beherrschende Thema ist und bleibt"Corona". Während ich dies schreibe, bangen viele nicht nur um ihre eigene Gesundheit, sondern auch um Angehörige, die sie nicht besuchen dürfen, ihren Arbeitsplatz oder wie das alles noch werden mag. Andere machen sich Sorgen um ihren gebuchten Sommerurlaub oder abgesagte Feste....

Es gibt jedoch einige Lichtblicke: Geschäfte können wieder aufmachen, über die weitere Öffnung von Schulen und Kindergärten wird diskutiert, und auch Gottesdienste dürfen im bestmmtten Rahmen wieder gefeiert werden.

Trotdem ist klar: Von Normalität kann nicht die Rede sein. Wir haben noch einen langen Weg vor uns - und das macht allmählich mürbe und müde. So ähnlich wie den Propheten Elia:

Elia hatte keine Virus-, sondern eine Glaubens- und Lebenskrise, wie sie momentan bei Menschen vermehrt anzutreffen ist: "Wie wird das alles werden? Werde ich das schaffen? Wie lange halte ich es noch so aus?"

Gott schickt ihm daraufhin einen Engel, der Elia das gab, was er gerade brauchte: Stärke an Leib und Seele. Der Mann Gottes konnte so wieder weitergehen, weiter glauben und weiter arbeiten...

Auch in Corona-Zeiten lässt Gott seine Leute nicht im Stich! Er wird uns mit dem versorgen, was wir brauchen. Und wenn wir wieder gestärkt sind, können wir vielleicht auch für andere der Engel sein, der ihnen mit einem Anruf, einer Hilfeleistung, einem Mut machenden Wort oder einem Lächeln den Tag rettet: "Steh auf und iss erst mal! Du hast noch einen weiten Weg vor dir. Aber Gott hat dich nicht vergessen und geht mit dir!"

Ich wünsche Ihnen und allen Menschen einen behüteten und gestärkten, eben gesegneten Weg!

Ihr Pfarrer

Johannes Feldhäuser