Andacht

Für Sie persönlich!

 

Pfarrer Croner

Tagelang hat der Achtjährige nach der Anleitung Stein für Stein zusammengesetzt. Jetzt hat er alle 3.929 Teile des Lego-Schaufelradbaggers, den er zum Geburtstag geschenkt bekam, an der richtigen Stelle verbaut. 

Stolz ruft er nach seinen Eltern, um ihnen das fertige Modell zu zeigen: „Jetzt ist es fertig! Ich hab’s geschafft!“

Viel länger als geplant dauerte es, bis der Neubau bezugsfertig war. Während der Bauphase gab es manche Verzögerungen, Änderungen und Probleme. Zwischendurch war die Stimmung mehr als einmal auf dem Tiefpunkt. Doch jetzt steht die Familie stolz und dankbar vor ihrem Eigenheim: Alles ist fertig - sowas von fertig! Der letzte Stein sitzt an der richtigen Stelle. Und wie schön es geworden ist! Ein richtiges Traumhaus! Es ist vollbracht!

Menschen können viel zustande bringen. Doch wie oft mühen sie sich umsonst damit ab, das, was im Leben daneben geht oder wo sie an Gott und anderen Leuten schuldig werden, wieder gut zu machen.So sehr sie sich dann auch anstrengen, sie bringen es nicht zustande. Sie schaffen es zumindest nicht aus eigener Kraft. Das Projekt „Schuldbeseitigung“ bleibt demzufolge immer eine „offene Baustelle“. 

DornenkroneEtwa im Jahre 30 n. Chr. stirbt auf dem Jerusalemer Hinrichtungshügel Golgatha Jesus von Nazareth. Unter seinen letzten Worten am Kreuz ist ein Satz überliefert, der uns im März als Monatsspruch begleitet und mich aufhorchen lässt. Er sagt nämlich: „Es ist vollbracht!“ (Joh. 19, 30) Jesus hat in Gottes Auftrag das fertiggebracht, was wir nicht schaffen. Er hat das Projekt „Schuldbeseitigung“ einem guten Ende zugeführt. Er hat nicht nur die 3.929 offenen Baustellen und Ruinen im Verhältnis von uns Menschen zu Gott zu einem guten Abschluss gebracht. Alles ist vollbracht! Und wie gut! Sowas von perfekt!

Lasst uns bewusst daran denken – nicht nur in der jetzt bald beginnenden Passionszeit. Lasst uns Christus dafür danken! Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Zeit!

 

 Ihr Pfarrer Johannes Feldhäuser